Knowhere

Reviews von "The Mascot"

 


 

Legacy Magazin, Markus Eck

KNOWHERE
„The Mascot“


Dieses empfehlenswerte Quartett gründete sich im Oktober 1992, als die beiden Gitarristen
Zappi und Philippe zusammen mit Sänger und Drummer Kov sowie dem Bassisten Dany im schweizerischen Uster zusammen begannen, Musik zu machen. Was vom Stil her anfänglich noch als rumpelnder Grindcore begann, entwickelte sich laut Überlieferung und glücklicher Weise bald zu ebenso atmosphärischem wie abwechslungsreichem Black Metal. 1994 entstand ein „Demo 94“ betiteltes Tape, dem drei Jahre später das selbst betitelte Debütalbum in CD-Form folgte. Nun liegt mit „The Mascot“ das neueste Werk der beflissen agierenden Eidgenossen vor. Dieses mitreißend vielfältig strukturierte Schwarzmetall-Album präsentiert sich - nicht nur musikalisch - in höchst ungewöhnlicher Weise: Es erscheint in einer handelsüblichen DVD-Box - Front- und Backcover sowie ein beiliegendes großes Booklet mit kalligraphisch sehr schön handgeschriebenen Lyrics wurden von der Band selbst mühevoll erstellt, was bei mir schon mal einiges Interesse zeitigen kann. Wenn es nur das wäre - aber die Lieder der Schweizer wissen mich wirklich enorm zu fesseln. Wer an handwerklich überdurchschnittlich gut gemachtem Melodic Black Metal mit dezenten progressiven Passagen und ausgleichend atmosphärischen Einlagen mitunter verträumter Machart großen Gefallen findet, erfährt hier eine aufwändige Bedienung der besonderen, der sehr edlen Art. Entsprechend gut produziert, erschließt sich hier somit eine der niveauvollsten und vor allem künstlerisch anspruchsvollsten Eigenpressungen der letzten Zeit. Der sprudelnde Ideenreichtum der Band, immer wieder stürmisch koalierend mit haltlos entfesselter Spielfreude, erzeugt des Öfteren gar eruptive Brachialität hasserfüllter Klänge. Schnell spielen können sie auffallend präzise, und das tun sie überwiegend, aber ebenso souverän wirken KNOWHERE bei zahlreichen nahezu perfekt kontrastierenden Mid- und Slowtempo-Parts.

Bei nun hoffentlich entstandener Gier zu bekommen für EURO 10,- (exklusive Versandkosten) bei KNOWHERE, c/o Andreas Szabo, In Lampitzäckern 43, CH-8305 Dietlikon, Schweiz, Telefon: (++41) 1 888 38 45, contact@knowhere.ch, www.knowhere.ch

12 Punkte


http://www.vampster.com/artikel/show/?id=11334, Captain Chaos

KNOWHERE: The Mascot [Eigenproduktion]


Black Metal leidet derzeit unter der selben Ideenlosigkeit wie brutaler Death Metal, doch wo Schatten ist, ist auch Licht. Somit stechen die Schweizer KNOWHERE aus der Flut an Black Metal-Veröffentlichungen hervor und liefern nach sieben Jahren mit ihrer zweiten Scheibe "The Mascot" ein atemberaubendes und atmosphärisches Werk ab, hinter dem sich einige große Bands durchaus verstecken können.

KNOWHERE einzuordnen ist nicht gerade leicht, denn sie sind sehr atmosphärisch, ohne Keyboards zu verwenden, sehr melodisch ohne an Härte zu verlieren. Sehr abwechslungsreich gehen die Schweizer also vor, keinerlei stupiden Prügeleskapaden finden sich auf "The Mascot", wenngleich die Scheibe sich gerne mal in den oberen Härteregionen rumtreibt. Gegeizt wird nicht mit Blastbeat- und Double-Bass-Einsätzen, sie werden allerdings besser eingesetzt als bei vielen anderen Bands des Genres, Langeweile kommt trotz Raserei niemals auf. Besonders die drei letzten Songs, das fast siebenminütige Instrumental "Tempest 9.21.5.1", der Titeltrack und das neunminütige "After Sunset" überzeugen durch ihr Abwechslungsreichtum, die stilfremden Elemente und die dichte Atmosphäre.

"The Mascot" wurde komplett in Eigenregie aufgenommen, wodurch die Drums leider nicht so wuchtig klingen, wie der Rest der Instrumente, was auch durch den Mix und das Mastering nicht behoben werden konnte. Das fällt allerdings nicht sonderlich ins Gewicht, und als Entschädigung gibt es ja die 1a-Aufmachung, denn das Album kommt mit einem tollen Artwork und Booklet in DVD-Verpackung daher und kostet auch nur fanfreundliche 10 Mücken + Porto und Verpackung, die ihr am besten zu bei KNOWHERE, c/o Andreas Szabo, Im Lampitzäckern 43, CH-8305 Dietlikon / ZH schickt.

VÖ: 9. Januar 2004



www.brighteyes.de

KNOWHERE - The Mascot (CD)


In einer sensationellen Aufmachung erscheint die CD der Schweizer Black Metal-Band KNOWHERE. In schmucker DVD-Box und mit einem gedruckten zwölfseitigen (!) Booklet in DVD-Format mit kalligraphischen Lyrics und allen Infos, die man braucht. Auch der sehr sauber produzierte musikalische Inhalt kann für sich alleine bestehen und braucht die Aufmachung nicht, um von ihm abzulenken. Die Eidgenossen haben sich variablem Black Metal verschrieben, der neben dem notwendigen Maß an Ballerei auch viele Melodien und Breaks mit sich bringt. Am ehesten würde ich KNOWHERE in einer virtuellen Schnittmenge zwischen Dissection (Melodien und Arrangements, siehe „Drowning“) und Dark Funeral (Riffing, nachzuhören in „The Spotlight Men“) ansiedeln. Der Rest der Songs (8 Tracks bei 45 Minuten) liegt zwischen diesen beiden Extremen, auch einigen Experimenten sind KNWOHERE nicht abgeneigt - beim Titeltrack wird sogar mal ein kurzer Ska-Part eingeflochten. Ich habe mir die Scheibe über Wochen hinweg immer wieder angehört und finde bis auf das relativ dudelige „To Extinguish The Stars“ keinen echten Schwachpunkt, daher sollten interessierte Schwarzherzen unbedingt Kontakt aufnehmen, sie werden nicht enttäuscht. Checkt www.knowhere.ch oder wendet euch an Knowhere, c/o Andreas Szabo, In Lampitzäckern 43, CH 8305 Dietlikon/ZH, Schweiz.

11 von 13 Augen
Oliver Vollmer



www.metal.de

KNOWHERE - The Mascot (8/10)
Melodic Black Metal
Underground-Band - Label/Kontakt: Andreas Szabo, In Lampitzäckern 43, CH-8305 Dietlikon
8 Songs (44:19)

Aus der beschaulichen Schweiz kommen die bereits 1992 gegründeten Black Metaller Knowhere. Angefangen als Grindcore Band, entwickelte sich ihr Stil bald zu atmosphärischem Black Metal. Nach den üblichen Besetzungswechseln präsentieren die vier Schweizer uns jetzt, 12 Jahre nach Bandgründung, ihren zweiten Silberling "The Mascot". Bereits die ersten Songs gehen gleich in die Vollen und überzeugen sowohl mit gekonnten Melodien als auch mit ansprechenden, komplexen Songstrukturen. Anständige "Knüppel" Parts fehlen natürlich auch nicht, nur werden diese geschickt in die Musik mit einbezogen, und nicht, wie es bei vielen Bands des Genres gang und gebe ist, zur stupiden und einfallslosen Aggressionssteigerung verwendet. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, "The Snowball" und "April 14th, 9:15 a.m." sind mitunter das beste was ich in den letzten Monaten im stagnierenden Schwarzmetallischen Lager gehört habe. Das "Drowning", der dritte Song der Scheibe, einen Gang runterschaltet ist nach diesem fulminanten und schweißtreibenden Beginn sehr erfreulich und darf als kleine Verschnaufpause betrachtet werden. Danach geht es ähnlich umwerfend weiter. Besonders hervorgehoben werden sollte noch das knapp 7 Minuten lange, sehr atmosphärische und abwechslungsreiche Instrumentalstück "Tempest 9.21.5.1.". Einfach atemberaubend, auch wenn der Song sich vielleicht ein Stück zu weit vom eigentlichen Black Metal entfernt. Alle Songs wurden in Eigenregie aufgenommen, abgemischt und gemastert, wodurch dem Album allerdings ein wenig der Druck fehlt (insbesondere bei den Drums). Trotzdem kann man den Klang als gelungen bezeichnen und wenn man die schicke Aufmachung betrachtet ist dieser kleine Kritikpunkt auch fast schon wieder vergessen. Die 8-Songs umfassende CD kommt nämlich in einer DVD-Hülle mit handgemaltem Cover sowie einem 12-seitigen Booklet daher. Wer sich diese liebevoll gestaltete Underground Perle entgehen lässt, dem ist nicht mehr zu helfen. Lasst euch nicht durch die 8 Punkte verwirren, "The Mascot" ist nur einen Hauch an der 9 vorbeigesegelt.

(Menschenfeind / 22.04.2004)

 



www.darkscene.at


Unsigned:

KNOWHERE - The Mascot


KNOWHERE stammen aus der Schweiz und es gibt die Band seit dem Oktober 1992 - sind also schon recht alte Hasen ;)
Stilmässig begannen sie mit Grindcore, aber mit der Zeit entwickelten sie sich bald richtig atmosphärischen, abwechslungsreichen Blackmetal. Das Besondere ist mit Sicherheit, dass sie nicht in der Klischeekiste wühlen und bitterböse Texte schreiben.
Dem beigelegten Infoblatt habe ich entnommen, dass es sich KNOWHERE zum Ziel gemacht hat, den Underground zu unterstützen und aus diesem Grund gründeten sie auch das Non-Profit Unternehmen ("E.L.K.S. - Syndicate"). Diese ist auch mittlerweile ein fester Bestandteil der Schweizer Metalszene - ein interessantes Detail am Rande!

Bevor ich mich aber dem Sound widme, möchte ich noch ein paar Worte zur Aufmachung sagen. Die CD wird in einer DVD Box geliefert und das Booklet weist ein handgemalenes Front- und Backcover auf. Auch das Label der CD wurde handgemalt. Das Heftchen umfasst 12 Seiten und die Lyrics sind auch handgeschrieben. Das Ganze kommt sehr professionell und künsterlisch herüber. Schon alleine diese Aufmachung würde den CD Preis von 10 Euro rechtfertigen (mit Versand 15 Euro)

Ein weiterer Pluspunkt ist die geniale Produktion. KNOWHERE haben die CD in Eigenregie aufgenommen. Abgemischt und gemastert wurde aber in einem professionellen Tonstudio. Der Sound kommt jedenfalls sehr professionell aus den Boxen und bringt die Songs super zur Geltung.

Genug der langen Vorrede, nun komme ich zum eigentlichen Thema: DIE MUSIK!
Der Grundaufbau ist schneller, treibender Blackmetal. Es überwiegt zwar das Gebolze, allerdings kann man KNOWHERE nicht mit AURA NOIR, IMMORTAL oder anderen Highspeedkapellen vergleichen. Hier werden die ungewöhnlichsten Teile eingewoben, Breaks tauchen an den ungewöhnlichsten Stellen auf und auch teilweise werden progressiv anmutende Gitarrenteile eingebaut.
Hervorhebenswert erscheint mir der Drummer Kov, der unglaublich vielseitig spielt und nebenher noch die Vocals übernimmt. Auch wenn der Sound ziemlich schnell ist, so wird auch des öfteren das Tempo gedrosselt.
Die Gitarristen Zappi und Fuhli haben ein gutes Händchen für geniale Melodien und spielen sehr vielseitig.
Die Basserin mit dem genialen Namen "Eiselfe", weiss auch mit interessanten Basslines zu gefallen.

Ich finde die CD "The Mascot" sehr interessant und ich würde meinen, dass viele Metalheads daran gefallen finden könnten. Traditionelle Blackmetaller wie auch melodische Blackmetaller müssen diese CD antesten, allen anderen würde ich die MP3 von der Homepage ans Herz legen.

KNOWHERE hat Eure Unterstützung verdient!!!


www.knowhere.ch
Stefan

 


 

http://www.metal-norge.com

Knowhere - The Mascot
Karakter: 7/10
Selvfinans, 2004



Innpakning er en ting dette sveitsike black metal-bandet har skjønt seg på. Lekkert cover i DVD-format, med tjukk coverbok, håndmalt (opptrykt selvfølgelig) med nydelig kaligrafi. Selv om bandet har finansiert skiva helt selv, tyder jo dette at de har god tro på seg selv, jeg tviler ikke på at de har spyttet en liten sum penger i akkurat dette.

Synsonymt med kvalitet er det nødvendigvis ikke, men heldigvis greier Knowhere å overbevise meg her også. Tiltross for at jeg nødvendigvis ikke er noen stor fan av black metal, men det kan jo ha noe med kvaliteten på enkelte band til dags dato. Knowhere kjører en relativt melodiøs variant av sjangeren. Lyden er kvass og god, gitarene er iskald og bitene og vokalisten (som forøvrig også er trommis!) er veldig, veldig sint (iallefall her). Noen illsinte og brilljerende melodiøse, atmosfæriske og agressive instrumentaler har de fått til og, det er fristende og nevne ”Tempest 9.21.5.1”, som er nærmest druknet i temposkifter. Utrolig fet låt!

Produksjonen er som sagt overraskende god til å være en selvfinansiert greie, rufsete og god, og gir nesten et vikingmetal-preg over musikken. Noe annet som faller godt i smak her, er at de har gitt vokalen lov til å være litt lenger fram i lydbildet enn hva andre black metal-band ofte tilater seg. Ikke misforstå, den ligger fortsatt i blackmetal-leiet og har en god, klassisk ”klang” over seg. Nå er jeg ikke noen mester i black metal, men vi snakker altså mer i gate Dissection enn Darkthrone her, selv om det selvsagt skinner igjennom inspirasjon derifra også. Mye fett på låtsida utenom den instrumentalen jeg nevnte også. Åpningen, ”The Snowball”, tittellåta - ”The Mascot”, og sistesporet ”After Sunset” er kremgoda låtor. Jeg må også gi et plusspoeng for implentering av småfunky elementer som nesten lukter jazz enkelte plasser. Den klassiske variasjonen mellom akustisk gitar og rivende fin elektrisk variant byr meg heller ikke i mot.

Denne kan vel trygt sjekkes ut blant fans av black metal og andre sjangre, siden jeg likte den selv. Mange fete løsninger, riff, låter, melodier, og ikke minst monsterpen innpakkning! -- Crenshaw




http://www.metalspheres.de/cdreviews.php?ID=572 (Volker)

 

Knowhere - The Mascot

Genre: Black Metal
Spielzeit: 49:17
Erscheinungsjahr: 2004


Black Metal der anspruchsvolleren Art präsentieren eine Schweizerin und drei Schweizer auf ihrem äußerst aufwändig aufgemachten zweiten Album "The Mascot". Die Band machte bereits 1992 erste Gehversuche im Grindcore, worauf man jedoch alsbald zum atmosphärischen Black Metal übersiedelte - und diese lange Erfahrung ist Knowhere vor allem bezüglich des komplexen und ausgefeilten Songwritings anzumerken.
"The Mascot" klingt schön oldschoolig aber zur gleichen Zeit auch ausgeprägt melodisch, wofür durchweg die beiden Gitarristen Zappi und Fuhli verantwortlich sind und die Mithilfe eines Keyboards absolut überflüssig machen. So gelingt eine schöne Balance aus bitterbösem Geblaste und ruhigeren Passagen, deren Einflüsse sicherlich nicht nur schwarzmetallischer Natur sind. In dieser Hinsicht sei gerade das superbe Instrumental "TempesT 9.21.5.1." euren Ohren empfohlen, welches durch seine proggigen Arrangements und leicht jazzigen Rhytmen bei gleichzeitig nordisch klirrenden Gitarren fast nach einer Jam-Session mit Mitgliedern von Opeth und Dissection klingt. Das ähnlich schräg betitelte "April 14th, 9:15 am" ist das zweite Highlight der Eigenproduktion, ein deutlich straighterer Song in bester Satyricon-Tradition mit zahlreichen Tempowechseln und ausgefeilten Übergängen. Auch ansonsten dürfte kein aufgeschlossener Schwarzmetaller von diesem Album enttäuscht werden, denn Knowhere verfügen trotz einiger Längen, die sich mitunter einschleichen, noch über einige andere Songs - wie etwa das knackige und fies riffende "Drowning" und der eingängige Titelsong - die sich ohne weiteres auf der Habensseite verbuchen lassen. Dazu trägt auch die gelungene Bassarbeit von Arlette "Eiselfe" Huguenin bei, derem Instrument in der überhaupt gelungenen Produktion eine tragende Rolle eingeräumt wurde. Etwas zu sehr im Hintergrund stehen dagegen mitunter die Drums, an denen sich Kov nichtsdestotrotz als souveräner Blaster zeigt. Wäre mal interessant zu sehen, wie sich Knowhere auf der Bühne präsentieren, denn eben dieser Drummer ist zugleich auch für das Gekeife zuständig.
"The Mascot" erscheint in einer DVD-Box mit einem aufwändigen Textheft mit kalligraphisch gestalteten Lyrics, so dass auch die Augen ihre Freude an diesem Output haben. 10 Euro plus Versand sind für einen derart liebevoll aufgemachten Longplayer sicherlich nicht zu hoch gegriffen und gehen bei Interesse direkt an die Band.



contact(at)knowhere.ch
http://www.knowhere.ch



www.earshot.at

KNOWHERE - The Mascot

Die Schweizer Band KNOWHERE wurde 1992 gegründet und entwickelte sich von einer Grindcore zu einer atmosphärischen Black Metal Band. Die Texte und Musik sind dabei weder politisch noch religiös ausgerichtet. Im Jahre 1994 nahmen sie ihr erstes Sieben-Track-Demo-Tape auf, gefolgt vom 1997er Debüt „Knowhere“. Aufgenommen wurden beide Scheiben unter eigener Regie. Nebenbei gründeten KNOWHERE Anfang 1999 das „E.L.K.S.-Syndicate“, eine Non-Profit-Organisation, welche sich für junge Underground-Bands einsetzt und Unterstützung im Musikbusiness sowie Auftrittsmöglichkeiten anbietet. Anno 2004 präsentieren sie uns ihr zweites reguläres Album namens „The Mascot“, auf welchem acht abwechslungsreiche Black Metal-Songs zu finden sind, welche wieder mal in Eigenregie aufgenommen wurden. Erscheinen wird das Ganze in einer DVD-Box mit handgemalenen Front- und Backcover sowie einem zwölf-seitigen Booklet mit abermals handgeschriebenen Lyrics. Das Line-Up besteht aus Drummer und Sänger Kov, den Gitarristen Zappi und Fuhli sowie der Bassistin Arlette „Eislefe“ H.D.

Doch widmen wir uns nun den acht Tracks des aktuellen Longplayers. Schon der Opener „The Snowball“ zeigt, in welche Richtung KNOWHERE gehen. Hier wird kompromissloser Black Metal mit gut inszenierter Gitarrenarbeit im hohen Tempo zelebriert. Auch der zweite Track „April 14th, 9:15 a.m.“ steht seinem Vorgänger in Nichts nach. Mit einer rauen kreischenden Stimme trägt Kov seine Lieder vor und spielt so ganz nebenbei noch Schlagzeug. Der Höhepunkt auf „The Mascot“ ist meiner Meinung nach das instrumentale Stück „Tempest 9.21.5.1“. Der Song fängt im Midtempo-Bereich an, wird von akustischen Parts unterbrochen und danach sehr langsam, ehe sich der Song durch ein High-Speed-Geballere dem Ende zuneigt. Hier beweisen KNOWEHRE ihre musikalischen Fähigkeiten. Außerdem ist es nicht unbedingt ein Nachteil, dass Kov bei diesem Song seine Vocals weglässt, da diese mit der Zeit doch etwas monoton klingen. Trotzdem kann man den Titelsong „The Mascot“ oder „Drowning“ neben eben genannter Nummer getrost als Anspieltip hervorstreichen.

KNOWHERE ist mit ihrer zweiten CD ein mittelmäßiges atmosphärisches Black Metal-Album gelungen, welchem es jedoch ein wenig an Originalität fehlt. Die Produktion ist ziemlich gut ausgefallen, da gibt es nichts auszusetzen. Obwohl die Schweizer in ihrem Heimatland als fixe Größe im Underground anzusehen sind, wird es schwer werden mit diesem Album international zu punkten. Die Spielzeit von knapp einer dreiviertel Stunde geht vollkommen in Ordnung. Für Fans dieses Musikstils kann es nicht schaden, mal in die Scheibe reinzuhören.

www.knowhere.ch


5 von 7 Punkten


Gunther



www.mordor-magazin.de/2004/Review/knowhere.htm

Knowhere – The Mascot



KNOWHERE kommen aus der Schweiz und liefern mit „The Mascot“ ihr bislang drittes Album. Allerdings muss gesagt sein das zwischen dem letzten und diesem sieben Jahre liegen. Musikalisch bieten die Eidgenossen Black Metal der atmosphärischen Sorte. Besonders erfreulich ist es das sie dabei ohne Keyboards auskommen.
Auffallend ist auch die Aufmachung der CD, den „The Mascot“ kommt in netter DVD Hülle daher und es gibt ein tolles, hochformatiges Booklet.

Der Silberling beginnt mit dem ordentlich schnellen Song „The Snowball“. KNOWHERE finden hier gut den Pfad zwischen brachialer Härte und wunderschöner Melodie. Viele Geschwindigkeitswechsel und Rhythmuswechsel halten den Song andauernd spannend. Mit Hymnischen Raffelorgien geht’s zum nächsten Song, der sich „April 14th, 9:15 a.m.“ nennt. Dieser Song ist ziemlich geradlinig und ordentlich aggressiv, was hier grösstenteils an den verdammt bösen Vocals liegt. Im Powervollen Mid-Tempo Bereich spielt sich „Drowning“ ab, was nach den ersten zwei Killersongs wirklich gut tut. „To Extinguish the Stars” ist ein sehr melodischer Song. Auch hier gelingt es den Schweizern wieder ausgezeichnet, Melodie und Härte zu kombinieren. KNOWHERE haben beim arrangieren des Song alle Register gezogen und überraschen mit tollen Details. Kurze unverzerrte Passagen und immer wieder kehrende langsame Parts, geben dem Song viel Dynamik. Richtig Geknüppelt wird dann wieder „The Spotlite Men“ und mit „Tempest 9.21.5.1“ wird eine beinahe siebenminütige instrumental Hymne geboten. Beim Titelsong der CD wird noch mal ordentlich Gas gegeben und der Song rockt in schönster nordischer härte. Zum krönenden Abschluss der CD wird mit „After Sunset“ ein neunminütiges Epos abgeliefert. Die Schweizer stecken einfach noch mal alles was es an positiven Eigenschaften zu berichten gibt in diesen Song. So mutiert er zu einem Feuerwerk aus Harmonie, Atmosphäre und brachialer Härte.

„The Mascot“ wurde komplett in Eigenregie aufgenommen, was man ehrlich gesagt nicht hört. Die CD hat einen vollen sauberen Sound und donnert höllisch aus den Boxen. Auch der Mix ist bestens, „The Mascot“ steht also irgendwelchen Label Produktionen in nichts nach.



Kontakt:
http://www.knowhere.ch
contact@knowhere.ch

Punkte:
9 von 10

 


 

www.Schwermetall.ch, 16.2.2004, Morgenstern

Zwei Dinge stehen bei Knowhere so fest, wie der Stamm einer alten, aber noch immer spriessenden Eiche. Erstens: Knowhere sind schon lange keine Anfänger mehr. Im Gegenteil, die Schweizer Black Metal Kapelle wurde bereits im Jahre 1992 als Grindcore Band gegründet und überzeugt heute in technischer Hinsicht vollumfänglich. Zweitens: Knowhere achten auf keinerlei Konventionen. Dies fällt bei ihrer bisher dritten Veröffentlichung nur schon rein äusserlich auf, denn statt in üblichem CD Format, kommt „The Mascot“ in einer DVD Box daher und dies erst noch mit einem noch unüblicheren grellen, aber dennoch ansprechenden, Cover.

Musikalisch betrachtet könnte man oberflächlich gesehen schlichtwegs die Schublade des atmosphärischen und technischen Black Metals öffnen und Knowhere darin platzieren. Könnte man, sollte man aber nicht! Denn dann blieben gewisse dezente Einzigartigkeiten verborgen. Es sind dies unter anderem gewisse Dissonanzen, die sich sonst eher in jazziger Musik finden oder auch melodiöse Todesmetall-Klänge, beispielsweise in Teilen des letzten Songs „After Sunset“ sowie beim melodiegetragenen und instrumentalen „TempesT 9.21.5.1.“.

Knowhere’s Songstrukturen sind insgesamt recht komplex. Sie werden nach einigen Durchläufen allerdings überschaubarer und einige Stellen sind dann sogar vergleichsweise eingängig. Trotzdem wäre ein Höhepunkt-orientierteres Songwriting wünschenswert. Das Quartett sorgt aber durch Tempowechsel, überraschende Übergänge und ab und an auch durch bedächtige Passagen für Abwechslung, so dass dieser Einwand den insgesamt guten Kompositionen nicht viel anhaben soll.

„The Mascot“ wurde in Eigenregie eingespielt und hat angesichts dessen ein differenziertes Klanggewand bekommen, wenngleich die Trommeln manchmal leicht dumpf und die schnellen Basstrommeln etwas druckarm geraten sind. Insgesamt haben Knowhere aber ein gutes Stück Musik zusammengebraut und wenn die Band ihre Stärken und Einzigartigkeiten noch weiter ausbaut, dann bin ich gespannt auf die nächste Veröffentlichung, die hoffentlich nicht mehr so lange auf sich warten lässt! (9/13 Punkte)


www.schwarzmetall.ch, 2. April, Steiner

Knowhere – The Mascot
Tja, wer kennt sie denn nicht die lieben Knowhere aus dem eigenen Lande. Die Band existiert nun schon seit 1992 und scheint musikalisch mittlerweilen einiges auf dem Kasten zu haben. Also haben sie kurzerhand „The Mascot“ aufgenommen, welches gerade erst kürzlich live getauft wurde. Zugegeben: Es wird einem nicht leicht gemacht in die Scheibe reinzuhören, prangert doch auf der DVD-Box, in der die Scheibe daherkommt, ein gar abstossendes Cover, dass es jedem schwarzmetallisch Interessierten Angst und Bange wird. Hat man dann aber erst mal den ersten Brechreiz überwunden wird man dafür mit ausgefeiltem Black Metal belohnt. Technisch ausgezeichnet gespielt kommt die Musik im recht melodischen Gewand daher. Die Produktion ist recht klar ausgefallen, was besonderes Lob verdient, wurde die Scheibe doch unter eigener Regie aufgenommen. Produktionstechnisch gesehen ist die einzige Schwäche das Schlagzeug, kommt dieses doch leicht dumpf daher. Doch was solls, das ist nur eine Kleinigkeit und schnell hat man die auch schon wieder vergessen. Hervorzuheben wäre allerdings noch, dass der Schlagzeuger gleichzeitig noch die Vocals übernimmt – auch Live! Doch leider bin ich mit seinem Gesangsorgan nicht immer ganz zufrieden, denn teils wirkt es auf mich etwas gar profillos, andererseits kann es auch an vielen Stellen überzeugen. Ein zweischneidiges Schwert also. Anfangs war ich versucht der Scheibe das Warnsiegel „Seichter Melodic Black Metal“ aufzubrummen, aber ich hatte mich dann doch noch davon abbringen lassen. Knowhere geben sich nämlich durchaus eigenständig, was sich erst etwas später und im Detail herausstellt. Ihre Musik ist durchsetzt von gelungenen Breaks und schlagartigen Wechseln, wie sie bereits auf dem ersten Song „The Snowball“ zu finden sind. Die melodisch-beschwingten, sehr mitreissenden ja manchmal gar euphorischen Melodien dominieren „The Mascot“ ganz klar. „The Spotlite Man“ beweist aber auf eindrückliche Weise, dass auch beständige und bedrohliche Einlagen drin sind. So erinnert das Riffing des Songs doch tatsächlich teilweise an Dark Funeral, was mich natürlich nun wirklich schwer zu entzücken weiss. „TempesT 9.21.5.1.“ ist zwar wieder melodischer ausgefallen, doch erzeugt dieser rein instrumentale Song doch eine gewisse Melancholie und mag so aus der ansonsten so üblichen melodischen Dudel-Masse herausstechen. Dudel-Masse? Ja, genau das ist mein Problem bei dieser Scheibe. Alle Songs sind von technischer Seite her zwar bis ins letzte Detail durchdacht und verdammt gut umgesetzt, doch lässt sich dadurch nicht wirklich eine klare Struktur in den Songs erkennen. Die vielen Wechsel tragen sicher ganz klar zur Einzigartigkeit der Band bei, andererseits ist mir das auch zu viel des Guten, denn dadurch wirken die Songs auf mich zu Oberflächlich und arten meiner Meinung nach doch oft zu sehr in technisch hervorragendes aber leider belangloses Gedudel aus. Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen! Hinzu kommt noch, dass die wenigen eingestreuten Jazz Elemente bei mir einen gewissen Ekel erzeugen, wirken sie meiner Meinung nach doch total deplaziert. Nun ja, den einen mags freuen und den anderen eben nicht. Was soll ich nun dem Leser raten? Lieben oder hassen? Nun ja... alle Black Metal Puristen werden wahrscheinlich schon vorher mit dem Lesen aufgehört haben und wenn nicht dann sollten sie das spätestens jetzt tun, wird sie „The Mascot“ doch eher anwidern. Die Menschen die sich als „Open-Minded“ – wie man ja so schön sagt – bezeichnen können, werden wahrscheinlich ihre helle Freude an der Scheibe haben. Aber was ist mit Menschen wie mir die sich irgendwo dazwischen befinden? Schwer zu sagen,.... das melodische, beschwingte, teils gar euphorische Material hat durchaus seinen Reiz! So sind die meisten Songs – trotz Dudel-Masse – enorm mitreissend und laden zum fröhlichen Kopfschütteln ein und glänzen durch ihre technische Brillianz. Andererseits werde ich mich mit der Scheibe nie tiefer befassen können, schwimmt das Ding doch emotional gesehen doch eher auf der Wasseroberfläche, auch wenn durchaus melancholische oder schwarzmetallischere Momente vorhanden sind. Doch genau diese Schwäche könnte sich durch besseres Songwriting ausmerzen lassen. Trotz aller Kritik ist mir diese Scheibe locker 3.5 Sterne wert. Knowhere habens verdient! Hört einfach mal auf ihrer Homepage in das Sample rein! Wer dann gefallen an dem Album findet, darf selbiges gleich im Schwarzmetall.ch Shop bestellen – hehe.



Added: Friday, April 02, 2004
Reviewer: Steiner
Score: 3½ Sterne