| Dienstag,
10. Oktober 2006 Blue Hell, Budapest (Ungarn) |
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Es wird flacher.
Pitstop an der Tankstelle. Ein Bauer schiesst
Leuchtraketen, um einen diebischen Schwarm Vögel zu
vertreiben. Umweg, damit wir nicht über Kroatien fahren
müssen. Topfenstrudel zum Frühstück. Das Filmniveau
sinkt auf "Young Frankenstein" von Mel Brooks.
Reichlich Gewieher. Dank Navigator relativ flott nach
Budapest rein und den Club gefunden. Jörg verlässt den
Bus, um die Location zu checken. Langeweile macht sich
breit, man kann nicht raus, um zu rauchen. Eine alte Frau
zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Sie setzt ihre
Einkaufstüten nieder, nimmer einen Becher hervor. Hält
ihn unter den Rock. Zieht ihn wieder heraus, gefüllt mit
gelber Flüssigkeit. Faszination beim Bus-Publikum,
Applaus zum Schluss, von der Frau ungehört. |
Ankunft im Club. Attila Csihar
Besitzer und Undead Singer of Mayhem weilt in den
USA um für ein Side-Projekt Aufnahmen zu machen. Es gibt
aber eine Dusche. Und reichlich Essen, mit Hingabe
gekocht von Sandra. Und einen riesigen Backstage-Bereich,
der sonst unter dem Namen Red Hell als Club fungiert.
Somit gepflegtes Ausbreiten im Backstage-Bereich. Einige
jagen einander mit Ketchup kurz vor ihrem Gig. Pörkölt,
gefüllter Braten, vegane Teigwaren. Essen ist
sensationell, dafür geizen die Toiletten komischerweise
mit Papier. Erst denken, dann absitzen. Gig ist wiederum
witzig, allerdings wenig Leute und nach der Hälfte macht
sich ein Subwooferiges Brummen aus den Monitorboxen
bemerkbar. Zappi macht einige Ansagen auf Ungarisch, den
Rest übernimmt Kov auf Englisch.
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Nach dem Konzert
wieder Dusch-Termin für die meisten. Zappi und Fuhli
finden draussen eine tote Ratte mit Stielaugen. Drinnen
ein Plakat, das verheisst, dass Jesus die Erlösung
bringt.
Rasches Einpacken, da irgendwo ausserhalb der Stadt
übernachtet werden muss. Entleeren der Bustoilette.
Genuss von SAMAEL, CELTIC FROST und BATHORY-Mucke
zusammen mit den Schweden. Die guten alten Zeiten halt.
Deutschkurs mit Johan. "Jörg und ich, wir sind ein
Paar". "Ich muss Kondome kaufen".
"Meine Freundin Barbara wohnt hier". "Ich
heisse nicht Ofen". "Ich bin ein
Panzerfaust". "Ich bin ein
Schützengrabenzerstörer". |
Fuhlis Geburtstag
bricht an. Gefundene Abwechslung. Doch der KungFu-Master
schläft schon. "We must wake him up. It is not good
for him to meditate in this bed where old German people
used to sleep. They left their bad energy". Alles
klar.
Das Weckkommando tut seinen Dienst. Geburtstagsgeschenk
ist eine Flasche Jack Daniels. Das Slash-Klischee lebt. |
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